Flûtes Alpines


Werke von W. A. Mozart, L. van Beethoven,
H.-J. Sommer und D. Babcock


Andrea Beck – Flöte
Sabine Dickow – Flöte
Johannes Hustedt – Flöte 
Chai Min Werner – Alphorn 

„Flûtes Alpines“ besteht aus vier Künstlerpersönlichkeiten, die den frischen, kraftvollen, aber auch erstaunlich sanften Zusammenklang von Querflöte und Alphorn zum Erlebnis werden lassen. Dabei treffen Werke der großen klassischen Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven auf Wiederentdeckungen seltener musikalischer Raritäten und gemüthafte alpenländische Musik. Obwohl die Instrumente Flöte und Alphorn aus uralten, archaischen Traditionen hervorgehen, so wirkt die Besetzung ungewöhnlich aktuell und zeitgemäß: Für ihr Konzertpublikum sind „Flûtes Alpines“ deshalb stets auf der Suche nach neuen und berührenden Klangerlebnissen.


Musikalische Gipfel-Erlebnisse
„Flûtes Alpines“ in der Kammermusik-Matineereihe der Baden-Badener Philharmonie
Trotz der alpinen Glätte war der Kristallsaal des Kulturhauses LA 8 gut besucht. Es gelang eine filigrane Annäherung zwischen den Querflöten und dem Alphorn. Beethovens Trio nach op. 25 für drei Flöten: Die drei Flötisten spielten die technischen Herausforderungen glänzend und enthüllten filigran den sanftmütigen Charakter des Werkes. Chai Min Werner interpretierte gefühlvoll die Facetten des „Chilbis“ und zeigte gekonnt die melancholische Freude, die der Alphornton entfalten kann. Mozarts „Cinq pièces pour trois flûtes traversières“: Die drei Interpreten ließen die geniale Verknüpfung von tiefer Ausdruckskraft mit dem leichten Serenadenton in diesen Stücken erklingen. Die Welt des Echos und der vereinsamenden Distanzen der Bergwelt, die mit Klängen aufgehoben werden, zeigt Hans-Jürg Sommers Komposition „Allschwiler“. Allein schon, dass die im Raum versteckte Andrea Beck so treffend das Echo für das Alphorn spielte, zeigte, dass die faszinierende Begegnung zwischen Alphorn und Querflöte gelungen war. Das drückte sich natürlich auch im Schluss-Applaus aus und die Matinee blieb mit einem Mozart-Kanon in der neuen Version für Alphorn und Querflöten nicht ohne originelle Zugabe.
Volker Gerhard in Badische Neueste Nachrichten (22.01.2013)

Flöten und Alphorn harmonieren miteinander
Ungewöhnliche Instrumentenkombination bei Kammerkonzert der Baden-Badener Philharmonie

Im lieblichen Allegro des Trios op. 25 von Beethoven kristallisierte sich im harmonischen Miteinander eine elegant-festliche Note heraus, mit feinsinnigen dynamischen Schattierungen, delikat phrasiert. Exzellent dosiert erschien das Adagio cantabile als ein sinnlicher Genuss. Das Menuett besaß frische, heitere und ungezwungene Gelassenheit, das Scherzo gestaltete das Trio nach Schelmenart. Im beschwingten, lebendigen Finale breiteten die Künstler einen Klangteppich musikalischer Raffinesse auf höchstem Niveau aus.
Chai Min Werner stellte sich mit ihrem Alphorn zunächst traditionell vor. Klanglich konträr zum vorangespielten Stück, vermittelt es unmittelbar das Gefühl von Wärme und alpenländischer Heimat. Hans-Jürg Sommer zeichnet für die Messe für Alphorn und Flöte verantwortlich. Tragend und doch in schwebender Leichtigkeit verbinden sich Alphorn und Flöte vorzüglich. Auch „Allschwiler“ für drei Flöten und Alphorn desselben Komponisten entlockt mit seinen zauberhaften Echo-Wirkungen genüssliche Bewunderung beim Publikum. Mit David Babcocks Scherzo für drei Flöten erlebte das Publikum im Kristallsaal eine Uraufführung. Dem Zeitgeist Neuer Musik entsprechend, gestaltete das Trio ein lebendiges und freudvolles Werk, polarisierend, das mit vielen dramatischen Klanggesten gespickt war. Das wunderbare Konzert fand mit einer Bearbeitung eines Kanons von Mozart als Zugabe einen ebenbürtigen Abschluss.
Badisches Tagblatt (22.01.2013)

Andrea Beck, Flöte, geboren in Düsseldorf, studierte Querflöte und Musikpädagogik bei Paul Meisen in München. Es folgten Engagements bei den Münchener Symphonikern, dem Folkwang Kammerorchester Essen und dem Stadttheater Pforzheim. Meisterkurse bei Robert Aitken, Renate Greiss-Armin und Andre Jaunet, Studienaufenthalte in Toronto/Kanada, Brisbane/Australien und ein Aufbaustudium Kulturmanagement an der HfMuT in Hamburg rundeten ihre künstlerische Ausbildung ab. Seit 1992 ist Andrea Beck Mitglied der Philharmonie Baden-Baden. Ihre langjährige instrumentalpädagogische Arbeit ergänzte sie durch eine musiktherapeutische Weiterbildung am FMZ München, an die sich 2011 eine Tätigkeit auf der Palliativstation des Klinikums Mittelbaden anschloss.
„In der Vielheit der Interessen ist immer wieder die integrative Kraft der Musik, die Unmittelbarkeit, mit der Herz und Seele erreicht werden können, das verbindende Element.“

Sabine Dickow, Flöte, geboren in Hamburg, studierte an den Musikhochschulen in Düsseldorf und Hamburg (Examen „Intrumentalpädagogik“ und Diplom „Künstlerische Reifeprüfung“) bei Richard Vogel und Prof. Ingrid Koch-Dörnbrack. Als Stipendiatin des „Deutschen Akademischen Austauschdienstes“ besuchte sie Meisterkurse bei Gunther Pohl, Karl-Heinz Zoeller und James Galway. Außerdem war sie Preisträgerin beim Kuhlau-Wettbewerb 1983 in Uelzen. Im gleichen Jahr wurde sie Soloflötistin im damaligen Baden-Badener Orchester, heute Baden-Badener Philharmonie. Seit 1987 hat sie einen Lehrauftrag an der Clara-Schumann-Musikschule Baden-Baden. 2004 wechselte sie auf die Position der zweiten Flöte (stellvertretende Soloflöte mit Piccolo) im gleichen Orchester und widmet sich vermehrt der Kammermusik.
„Die Faszination des Flötenklangs zieht mich um die Welt.“

Chai Min Werner, Alphorn, entdeckte für sich das Alphorn bereits in der Kindheit. Seit 2011 spielt sie in klassischen Besetzungen mit Flöte, Viola, Harfe, Gitarre, Klavier, Orgel und als Solistin mit Orchester. Sie war u.a. zu Gast bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart, dem Hohenloher Kultursommer, der Zevener Gitarrenwoche, dem ADAMS International Flute Festival, den Kammerkonzerten der Baden-Badener Philharmonie und bei DAS FEST Karlsruhe. Konzertreisen führten sie in die Schweiz und nach Georgien. Entscheidende Impulse erhält sie durch den Schweizer Alphornisten Balthasar Streiff. In Zusammenarbeit mit internationalen Komponisten wie Hans-Jürg Sommer, Siegmund Schmidt, Pascal Jugy und David Babcock entstehen eigens neue Werke für sie. 
"Der Klang, den nichts aufhält, der auf allen Ebenen berührt, alles verbindet – der Musiker, Publikum und Schöpfung Eins werden lässt: Das ist, was mich in der Musik begeistert."

Johannes Hustedt, Flöte, studierte Musikpädagogik und Querflöte in Bremen und Karlsruhe bei Renate Ruge-v. Rohden und Renate Greiss-Armin. Mit dem Anliegen musikalisch-kulturellen Austausches übt er eine weltweite Konzerttätigkeit als Grenzgänger zwischen Interpretation und Improvisation aus: Uraufführungen, Rundfunk- und TV-Produktionen als Solist und Kammermusikpartner, Konzerte bei hochkarätigen Festivals, international vielbeachtete CD-Veröffentlichungen bei KOCH International, SwissPan, Guild-Music London/Zürich und Sargasso, London. Die Praxis der Musik Asiens, Südamerikas und Osteuropas sowie der Alten Musik bereichert seinen künstlerischen Ausdruck. Seit 1990 lehrt er an der Hochschule für Musik Karlsruhe und ist ein weltweit gefragter Gastdozent.
„Musik bedeutet für mich in der Begegnung mit Zuhörern, Mitspielern und Komponisten Offenheit für neue Wege, stetiges Wachsen und Weiterentwicklung.“



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