Durlacher
Klappstuhl-Konzerte
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Musik, Architektur und klingender Garten
im
Kunsthaus-Durlach
Geigersbergstr. 12, Karlsruhe


Eine Vielfalt der Kulturen, hochkarätige Künstler*innen,
Klassik bis Gegenwart, Weltmusik, Alpenklänge und mehr...

8 x mittwochs | 18:00 Uhr | Dauer 1 h
Einlass ab 17:30 Uhr
03.08. | 10.08. | 17.08. | 24.08. | 31.08.
07.09. | 14.09. | 21.09.2022

Sonntag, 25.09.2022
11:30 | 13:00 | 14:30 Uhr
Das Finale

Bitte Sitzgelegenheiten (Klappstuhl, Decke), Picknick
(Verpflegung, Getränke), Sonnen- oder Regenschutz und
ein Lächeln mitbringen.

Die Konzerte finden bei jeder Witterung statt.

Eintritt auf Spendenbasis (Richtsatz 15 €)

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Flyer

Durlacher Klappstuhl-Konzerte
Wir, Chai Min Werner und Johannes Hustedt, wollen durch ein regelmäßig wiederkehrendes Kulturerlebnis Gewohnheiten und Bedürfnisse nach Präsenzkultur unterstützen. Die Durlacher Klappstuhlkonzerte finden im August und September am gleichen Wochentag zur gleichen Zeit am selben Ort im Garten des Kunsthaus-Durlach statt. Jede/r Besucher*in bringt eigene Sitzgelegenheiten mit und kann sich individuelle Sitzbedürfnisse erfüllen. Individuelle Gruppierungen entstehen, neue Sitzkonstellationen, neue Perspektiven. Die Konzerte bringen zum Erleben, wie das Kunsthaus mit seiner organischen Architektur musikalische Formen verkörpert und wiederum zu Klängen inspiriert. Die beteiligten Musiker*innen gehören verschiedensten Genres an und entwickeln miteinander neue Programme: Die Bereiche Klassik, Jazz, Avantgarde, Weltmusik treten miteinander in Beziehung, Symbiosen und Querverbindungen werden deutlich. Wir wollen Geschichten erzählen von der Vielfalt der Kulturen und Gesellschaften, ein friedliches Miteinander als Lebensqualität erlebbar machen, das Hineinlauschen in Fremdes fördern und Vorbehalte vor dem Anders-Sein abbauen. Mit den Klappstuhl-Konzerten schaffen wir einen Ort, der als Gesamtkunstwerk Musik, Natur, Architektur, Ambiente und menschliche Begegnung verbindet.

 

 

Mittwoch, 17. August 2020, 18 Uhr

 

 

 

Christoph Obert, Gesang & Akkordeon
Johannes Hustedt, Querflöte
Chai Min Werner, Alphorn


Balkan-Groove

Die Karlsruher Musiker*innen Christoph Obert, Chai Min Werner und Johannes Hustedt entführen mit dem außergewöhnlichen Zusammenklang von Stimme, Akkordeon, Alphorn und Flöte auf eine musikalische Reise in die Balkanländer. Mit Virtuosität und Einfühlungsvermögen lassen sie die Kraft und Lebendigkeit der Tänze und Gesänge des Balkans aufleben. Typisch und faszinierend für diese vielfältige Musikkultur ist ihr Facettenreichtum von Leidenschaft, Sehnsucht, Schmerz und der immer spürbaren Lebensfreude. Darüber hinaus gibt es überraschende Querverbindungen zu klassischen Komponisten!


Christoph studierte Schulmusik mit Hauptfach Klavier und Geografie in Karlsruhe und absolvierte danach ein Zusatzstudium zum funktionalen Stimmpädagogen nach Rabine. Als Sänger wirkte er in Vokalensembles wie Balthasar-Neumann-Chor (Thomas Hengelbrock), Schola Heidelberg (Walter Nußbaum) oder Deutscher Kammerchor mit und erarbeitete zahlreiche Werke von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Die spätere Entdeckung des Akkordeons eröffnet ihm neue Stilrichtungen wie Balkan, Klezmer, Musette oder Tango. Es entwickelt sich eine Konzerttätigkeit als Solist und Mitglied verschiedener Projekte und Ensembles. Gleichzeitig arbeitet er als selbstständiger Lehrer für Gesang, Klavier, Akkordeon sowie als Chorleiter u. a. an der Mädchen- und Knabensingschule Cantus Juvenum Karlsruhe. „Wenn das eigene Berührtsein von Musik und Klang Raum bekommt, kann gemeinsames Erleben mit Menschen entstehen und tiefere Verbindung zwischen ihnen möglich machen.“

Bereits als Kind vom Klang des Alphorns in den Schweizer Bergen fasziniert, fand Chai Min auf ungewöhnlichen Wegen zum professionellen Alphorn-Spiel, ist seit 2011 in klassischen Besetzungen mit Flöte, Viola, Harfe, Gitarre, Klavier, Orgel sowie als Solistin mit Orchester zu hören und tourte mit ihrem Instrument durch die Schweiz, Niederlande, Österreich und Georgien. Sie erhielt entscheidende Impulse durch den Schweizer Alphornisten Balthasar Streiff und regte in Zusammenarbeit mit internationalen Komponisten wie Hans-Jürg Sommer, Siegmund Schmidt, Pascal Jugy und David Babcock neue Werke für sie und ihre Mitspieler*innen an. "Der Klang, den nichts aufhält, der auf allen Ebenen berührt, alles verbindet – der Musiker, Publikum und Schöpfung Eins werden lässt: Das ist, was mich in der Musik begeistert."

Bei Johannes wächst mit jedem Jahr die Leidenschaft, durch seine Musik eine Brücke zu den Menschen zu schlagen, sei es als Hochschullehrer an der Musikhochschule Karlsruhe, als Solist mit namhaften Orchestern, als Grenzgänger zwischen Interpretation und Improvisation, in Rundfunk- und TV-Produktionen und bei hochkarätigen Festivals auf allen Kontinenten. Oder mit international vielbeachteten CD-Veröffentlichungen, von denen seine Ersteinspielung sämtlicher Flötenkonzerte von Georg Metzger mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und Sebastian Tewinkel 2022 für die Auswahl zum Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. „Musik bedeutet für mich in der Begegnung mit Zuhörern, Mitspielern und Komponisten Offenheit für neue Wege, stetiges Wachsen und Weiterentwicklung.“

 

 

Mittwoch, 10. August 2022, 18 Uhr

 

 

 

 

 

Johannes Hustedt, Flöte
Chai Min Werner, Alphorn
Melania Inés Kluge, Klavier


Vom Gebrauch der Vernunft

Gemeinsam mit der exzellenten Pianistin Melania Inés Kluge, der Flöte als dem Instrument aufgeklärter Fürsten und Könige sowie der sanften Kraft des Alphorns nähern wir uns Komponisten des 18. Jhs. wie z. B. Johann Friedrich Reichardt. Der in seinen jungen Jahren von Immanuel Kant geförderte Musiker und Jurist war später freundschaftlich mit Goethe und Herder verbunden. Goethe wollte seine Werke vorrangig von Reichardt vertont wissen. Ferner erklingen Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Carsten Reinecke. Der eine steht für das Miteinander des jüdisch/christlichen Lebens in Deutschland, der andere vermittelt die musikalisch/humanistischen Werte seinen Schülern in ganz Europa. Zu ihnen zählen Edvard Grieg, Max Bruch, Isaac Albéniz oder Leos Janácek. Nicht fehlen dürfen Bela Bartok, der mit seiner Klarheit und der Kraft der Volksmusik die Musik des 20. Jhs. erneuert, und Takatsugu Muramatsu aus Japan, dessen Stück „Earth“ klingt, als wolle es die ganze Welt umarmen.


Inspiriert durch die Verbindung zwischen Wort und Musik zeichnete sich bei Melania sehr früh eine Vorliebe zur Liedbegleitung ab. Sie studierte in der Liedklasse von Prof. Hartmut Höll und Prof. Mitsuko Shirai und schloss ihr Solistenexamen mit Auszeichnung ab. Weitere Einflüsse verdankt sie Dietrich Fischer-Dieskau, Udo Reinemann und Daniel Fueter (Chanson). Beim internationalen Robert Schumann Wettbewerb in Zwickau wurde sie mit dem Sonderpreis für die beste Liedbegleitung ausgezeichnet. „Von Kindesbeinen an hat mich die Musik geprägt und mir viele wertvolle Augenblicke geschenkt. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht dieses Geschenk weiterzugeben; an meine Schüler, das Publikum und an meine Musikpartner, mit denen ich immer wieder neu die Freude an der Musik teilen darf.“

 

 

Mittwoch, 03. August 2022, 18 Uhr

 

 

Johannes Hustedt, Flöte
Chai Min Werner, Alphorn
Roman Rothen, Kontrabass
Christoph Obert, Akkordeon


DER AUFTAKT

Zum Auftakt der Durlacher Klappstuhl-Konzerte werden das duo querhorn, Johannes Hustedt (Flöte) & Chai Min Werner (Alphorn), erstmalig im Quartett mit Christoph Obert (Akkordeon) und Arrangeur, Komponist und Bassist Roman Rothen die Grenzen zwischen Klassik und Musikstilen fremder Kulturen, Zeiten und Kontinente erkunden, erweitern und überschreiten. Eine Entdeckungsreise, die Werke von Diego Ortiz, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, aber auch den Beatles, The Animals, Jethro Tull sowie Roman Rothen aufwirbelt und in neuem Licht erscheinen lässt.


Christoph 
studierte Schulmusik mit Hauptfach Klavier und Geografie in Karlsruhe und absolvierte danach ein Zusatzstudium zum funktionalen Stimmpädagogen nach Rabine. Als Sänger wirkte er in Vokalensembles wie Balthasar-Neumann-Chor (Thomas Hengelbrock), Schola Heidelberg (Walter Nußbaum) oder Deutscher Kammerchor mit und erarbeitete zahlreiche Werke von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Die spätere Entdeckung des Akkordeons eröffnet ihm neue Stilrichtungen wie Balkan, Klezmer, Musette oder Tango. Es entwickelt sich eine Konzerttätigkeit als Solist und Mitglied verschiedener Projekte und Ensembles. Gleichzeitig arbeitet er als selbstständiger Lehrer für Gesang, Klavier, Akkordeon sowie als Chorleiter u. a. an der Mädchen- und Knabensingschule Cantus Juvenum Karlsruhe. „Wenn das eigene Berührtsein von Musik und Klang Raum bekommt, kann gemeinsames Erleben mit Menschen entstehen und tiefere Verbindung zwischen ihnen möglich machen.“

Roman studierte an der Jazz&Rock Schule Freiburg (heute Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik Freiburg). Engagements führten ihn u. a. an die Theater in Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Mainz und Ulm. Ebenso in der ARD, dem SWR, im Sächsischen Landtag und bei Radio Regenbogen. Er komponierte u. a. für das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Bundesarchiv der Bundesrepublik Deutschland, Ver.di, dem FIDUCIA Baden Marathon, die Stadt Karlsruhe und für die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund in Berlin. Sein Projekt „Karlsruher Klangstrahlen“ wurde mit dem Preis „Deutschland - Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet. „Gemeinsam Musik machen ist für mich wie ein gutes Gespräch, eine hitzige Diskussion oder bestenfalls eine Ausflug in eine unbegreifliche Welt.“

 
   

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